Hochwasser im Stadtgebiet Weißenhorn

01.06.2024
Feuerwehr
Durch den Dauerregen am ersten Juni-Wochenende ist es im gesamten Stadtgebiet zu starken Überschwemmungen gekommen. Rund 200 Einsätze wurden gemeinsam mit umliegenden Feuerwehren bewältigt.

Bereits am Freitag, den 30.05.24 wurde die Bevölkerung durch amtliche Warnmeldungen vor Dauerregen und möglichen Überflutungen gewarnt. Aufgrund der Warnungen wurde mit ersten Sicherheitsmaßnahmen, wie z.B. dem Aufbau mobiler Dämme begonnen. Mit einem solchen Ausmaß des Hochwassers, insbesondere bei den Zuflüssen der Iller und Donau hatte aber zu diesem Zeitpunkt niemand gerechnet. Bedingt durch den sich abzeichnenden Koordinationsbedarf hat sich das Landratsamt am Samstag entschieden den Katastrophenalarm im Landkreis Neu-Ulm auszurufen.

Kleine Bäche wie die Biber und die Roth stiegen in wenigen Stunden drastisch und überfluteten mehrere Straßen und Wohnhäuser, wodurch Keller vollliefen und Straßensperrungen notwendig wurden. Auch der steigende Grundwasserspiegel, verursacht durch den Dauerregen, wurde zu einem großen Problem. Dies führte dazu, dass gemeinsam mit umliegenden Feuerwehren rund 200 Einsätze zu bewältigen waren.  Das Hochwasser der Roth stieg so hoch, dass auch unser Feuerwehrgerätehaus, der Bauhof und das Haus des Roten Kreuzes geflutet wurde. Mit einer gemeinsamen Sofortaktion versuchten wir noch wichtige Geräte zu sichern und verlegten dann alle Kräfte und unsere Einsatzleitung in das Gebäude des ehemaligen BayWa Baumarktes.

Bei der Stiftungsklinik Weißenhorn stand das Wasser so hoch, dass sich das Landratsamt dazu entschied die Klinik zu evakuieren und die Patienten auf Krankenhäuser in Neu-Ulm und Ulm zu verteilen.

"Wir brauchen dringend freiwillige Bürger zum Sandsack füllen", war unser Aufruf über Social Media. Schon nach kurzer Zeit versammelten sich unzählige freiwillige Bürgerinnen und Bürger, die bereit waren mit anzupacken. Innerhalb einer Nacht wurden so ca. 350 Tonnen Sand abgefüllt. Uns fehlen die Worte: Was für eine großartige Leistung!!!

Wir sind unglaublich stolz auf alle Helferinnen und Helfer - gemeinsam sind wir stark!

Wir bedanken uns bei Allen, die uns mit Essen und Getränken versorgt haben. Ein herzliches Dankeschön gilt den Privatpersonen, Firmen und Unternehmen für die Unterstützung mit Gerätschaften und Sachspenden, sowie der Stadtverwaltung für die gute Zusammenarbeit.